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Krananlagen: Bedarfsanalyse & Spezifikation

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Krananlagen: Bedarfsanalyse & Spezifikation

Bedarfsanalyse

Die Bedarfsanalyse adressiert alle FM-Lebenszyklusphasen:

  • Bedarfsfeststellung und Anforderungsmanagement (Lastenheft, Spezifikationsbausteine, Duty Class/DIN EN 13001-FEM, Umweltbedingungen).

  • Planung und Beschaffung (Lieferantenauswahl, Schnittstellenmanagement Bau/Technik/IT, Vertrags-/SLA-Gestaltung).

  • Inbetriebnahme und Abnahme (Dokumentenprüfung, Lastproben, Funktions- und Sicherheitsabnahmen, Integration in CAFM/CMMS).

  • Betrieb und Instandhaltung (Gefährdungsbeurteilung, LOTO, wiederkehrende Prüfungen, Ersatzteil-/Seilmanagement, Zustandsüberwachung).

  • Änderungen und Modernisierung (Retrofit, Sicherheitsupgrades, Software-/Antriebsmodernisierung).

  • Außerbetriebnahme und Entsorgung (Risikobewertung, Dokumentationsabschluss).

Rollen und Verantwortlichkeiten (Betreiber, Befähigte Personen, EHS, Instandhaltung, Einkauf, IT/OT, Bau/Statik, externe Fachfirmen) werden in einem RACI-Modell betrachtet. Die Analyse umfasst stationäre und innerbetriebliche, ortsveränderliche Krananlagen im Eigentum bzw. in der Betreiberverantwortung der FM-Organisation.

Folgende Krantypen sind eingeschlossen, jeweils inkl. ihrer Antriebs-, Steuerungs- und Sicherheitseinrichtungen:

  • Brücken- und Laufkrane (Ein- und Zweiträger; Unter- und Oberflanschlauf; Laufkatzen), einschl. Krane nach EN 15011.

  • Portalkrane und Halbportale für Hallen/Innenhöfe, mit/ohne Kranbahnfundamente.

  • Hängekrane, Einschienenbahnen und Leichtkransysteme (z. B. KBK), manuell oder elektrisch verfahrbar.

  • Säulen- und Wanddrehkrane (manuell/elektrisch geschwenkt), auch mit Auslegerfahrwerk.

  • Kleinkrane, Elektrokettenzüge und Elektro-/Seilzüge, stationär oder fahrbar, inkl. Handhebezeuge nach EN 13157 und elektrisch betriebene Hebezeuge nach EN 14492-2.

  • Krananlagen in speziellen Umgebungen (ATEX-Zonen, Reinraum), sofern sie den industriellen Standardanwendungen im FM zuordenbar sind.

Abgedeckt wird ein typischer Traglastbereich von ca. 125 kg bis 200 t; größere Traglasten sind prinzipiell einschließbar, sofern die Schnittstellen- und Statikthemen FM-seitig beherrschbar sind.

Einbezogen sind feste und abnehmbare Lastaufnahmemittel sowie Anschlagmittel, soweit sie im FM-Betrieb eingesetzt und geprüft werden:

  • Hakenblöcke, Mehrfachhaken, Lasthaken mit Sicherheitsverriegelung.

  • Traversen/Spreader, C-Haken, Coil- und Bundgreifer, Zangen, Scheren- und Plattengreifer.

  • Lastmagnete (permanent/elektro) und Vakuumheber.

  • Greifer (z. B. Schüttgut) soweit in innerbetrieblichen Anwendungen üblich.

  • Anschlagmittel: Kettengehänge (EN 818/EN 1677), Drahtseile/Seilgehänge (Ausmusterung u. a. nach ISO 4309), Hebebänder/Rundschlingen (EN 1492), Schäkel (EN 13889), Klemmen/Clamps.

Die Analyse betrachtet Auswahl, Kennzeichnung, Prüfzyklen, dokumentierte Tragfähigkeiten, Kompatibilität mit dem Kran und die Einbindung in Prüf- und Wartungsprozesse gemäß einschlägigen Normen (z. B. EN 13155 für abnehmbare Lastaufnahmemittel).

Erfasst werden außerdem:

  • Antriebs- und Steuerungstechnik: Motoren, Getriebe, Frequenzumrichter, Sanftanläufe, Anti-Sway-Funktionen, Überlastbegrenzer, Bremsen.

  • Sicherheitstechnik: Endschalter, Weg-/Hubbegrenzer, Kollisionsschutz, Not-Halt, Licht-/Laserlinien, Sicherheitssteuerungen (PL/SIL).

  • Energie- und Datenversorgung: Schleifleitungen, Energieketten, Kabelwagen, Funkfernsteuerungen, Feldbus/Industrial Ethernet.

  • Kranbahn/Tragstruktur als Schnittstelle: Schienen, Laufkatzenwege, Konsolen/Träger, Puffer, Endanschläge; statische Nachweise und Bauwerksintegration werden koordiniert, aber nicht FM-seitig dimensioniert.

  • Dokumentation und Daten: CE-/Konformitätsunterlagen, Betriebs-/Wartungsanleitungen, Prüfprotokolle, Asset-Stammdaten, QR-/RFID-Label, Integration in CAFM/CMMS und IoT/SCADA.

Auslegung bedeutet das abgestimmte Zusammenwirken aus Struktur, Mechanik, Antrieben/Steuerung, Sicherheit und Schnittstellen. Wesentliche Prinzipien:

  • Strukturmechanik und Kranbahn

  • Tragstruktur (Ein-/Zweiträger, Portale) auf Grenzzustände Tragfähigkeit und Ermüdung (EN 13001‑3‑x) bemessen; Durchbiegung und Eigenfrequenzen hinsichtlich Schwingungsverhalten berücksichtigen.

  • Radlasten und Querkräfte (Anfahren, Bremsen, Schräglauf/Verwindung) korrekt an die Kranbahn (DIN 4132, Eurocodes) übergeben; Endanschläge/Puffer definieren.

  • Toleranzen der Laufbahn (Höhe, Parallelität, Verwindung) prüfen; sie beeinflussen Verschleiß, Energiebedarf und Sicherheit.

Hubwerk und Seil-/Kettentrieb

  • Wahl des Flaschenzugs (2/1, 4/1, 6/1 …) balanciert Hubkraft, Geschwindigkeit, Hakenwanderung und Seilbiegung; größere Scheiben reduzieren Biegewechsel und Seilverschleiß.

  • Trommelbemessung, Seilführung und Wickellagen nach Norm; Endlagen- und Überdrehschutz redundant ausführen.

  • Beim Kettenzug: Kettenqualität, Schmierung, Kettenradverschleiß, Fangvorrichtungen beachten.

Antriebe und Regelung

  • Frequenzumrichter (FU) für Hub/Fahrt ermöglichen ruckarme Beschleunigungsprofile (S‑Kurven), Lastpendelreduktion und geringe dynamische Lastspitzen.

  • Motor- und Bremsspezifikation auf Einschaltdauer, Temperatur und Umgebungsbedingungen auslegen; Energieeffizienz durch bedarfsgerechte Regelung.

Dynamik und Lastfaktoren

  • EN 13001‑2 spezifiziert Lastkombinationen und Dynamikfaktoren für Anfahren, Bremsen, Hubwechsel, Stoß; reduzierte Stöße durch Soft‑Motion, Zonenüberwachung und Bedienerschulung.

  • Schrägzug vermeiden; ggf. mechanische Führung/Lastaufnahmemittel mit Pendeldämpfung vorsehen.

Sicherheitstechnik und funktionale Sicherheit

  • Sicherheitsfunktionen (z. B. Endlagen, Überlast, Kollision, Not‑Halt) mit erforderlichem Performance Level/SIL auslegen (EN ISO 13849/IEC 62061); Validierung dokumentieren.

  • Redundante Abschaltungen an kritischen Punkten (Hubobergrenze, Überdrehzahl); sichere Geschwindigkeits-/Stillstandsüberwachung bei Automatik/Assistenz.

Energie- und Datenversorgung

  • Schleifleitungen, Energieketten, Kabelwagen auf Stromdichte, Biegeradien, Umgebung und Wartungsfreundlichkeit auslegen.

  • Funkfernsteuerungen mit Frequenzmanagement, Not‑Halt Kategorie entsprechend Sicherheitskonzept; EMV- und Cybersecurity-Aspekte beachten.

Umgebungs- und Lebensdauerdesign

  • Korrosionsschutz (ISO 12944) projektbezogen; Dichtkonzepte/IP‑Schutz für Staub/Nässe; Temperatur‑Derating und Heizung/Klimatisierung bei Extrembedingungen.

  • Reinraum/ATEX: material- und zündschutzgerechte Ausführung, dokumentierte Konformität, angepasste Wartung.

Sicherheitsreserven sind normativ je Komponente geregelt; sie zielen auf ausreichende Tragfähigkeit, Stabilität und funktionale Sicherheit.

  • Sicherheitsbeiwerte

  • Drahtseil/Kette, Haken, Traversen/Greifer besitzen komponentenspezifische Sicherheitsbeiwerte; die schwächste Komponente limitiert die zulässige Arbeitslast.

  • Struktur und Mechanismen berücksichtigen Sicherheitsbeiwerte für statische/dynamische Einwirkungen und Ermüdung (Stand der Technik gemäß EN 13001, EN 15011, EN 14492‑2, EN 13155).

Nachweise

  • Konstruktionsnachweise: Festigkeit, Ermüdung, Stabilität, Funktionale Sicherheit (PL/SIL‑Nachweis).

  • Elektrische Sicherheit: EN 60204‑32 (Schutz gegen elektrischen Schlag, Schutzleiter/PA, Not‑Halt).

  • ATEX (falls zutreffend): Gerätekategorie, Zündschutzart, Oberflächentemperatur, Dokumentation.

Abnahme und Prüfungen

  • Vor Inbetriebnahme: Dokumentenprüfung (CE‑Konformität, Risikobeurteilung), Sicht-/Funktionsprüfung, statische/dynamische Lastprobe gemäß Produktnorm.

  • Wiederkehrend: Prüfungen durch Befähigte Personen in Fristen gemäß Risiko/Nutzung; dokumentierte Mängelbehebung vor Weiterbetrieb bei sicherheitsrelevanten Mängeln.

  • Anlassbezogen: nach Umbau, Unfall, außergewöhnlichen Ereignissen (z. B. Anprall, Überlast).

Hohe technische Verfügbarkeit ergibt sich aus passender Auslegung, robusten Komponenten, geordneten Wartungsprozessen und digitaler Transparenz.

  • Verfügbarkeitsorientierte Auslegung

  • Auswahl höherer Mechanismengruppen, wenn Nutzung/Umwelt unsicher oder steigend ist; Reserven reduzieren ungeplante Stillstände.

  • Modularität: standardisierte Hubwerks- und Antriebsbaukästen, schnelle Austauschbarkeit (Steckverbindungen, Schnellwechselkupplungen).

  • Redundanz an kritischen Punkten (z. B. doppelte Hubbremsen, Doppelendschalter, doppelte Funkempfänger bei hochkritischen Prozessen).

Verschleiß- und Ersatzteilmanagement

  • Verschleißteile (Seil/Kette, Bremsbeläge, Laufrollen, Schleifleitungsbürsten, Puffer) mit planbaren Lebensdauerprognosen; Ersatzteilbevorratung nach Kritikalität.

  • Drahtseilmanagement nach ISO 4309: definierte Inspektionsintervalle, Ablegekriterien, dokumentierte Seilgeschichten.

Condition Monitoring und Zustandsbewertung

  • Sensorik für Last, Zyklen, Temperatur, Motorstrom, Laufzeit; Schwingungsdiagnose an Getrieben/Lagern; Seilzustandsüberwachung.

  • Nutzungsspeicher (Load Spectrum Recording) zur realen Duty‑Class‑Bestimmung im Betrieb; Grundlage für risikobasierte Wartung und Lebensdauerprognosen.

Bedien- und Fehlbedienungsschutz

  • Anti‑Sway, Zonenbegrenzung, Kollisionserkennung, Soft‑Grenzen; bedienerfreundliche HMIs/Funkfernsteuerungen.

  • Interlocks an Lastaufnahmemitteln (z. B. Vakuum-Überwachung, Magnetstromüberwachung) mit sicheren Reaktionen.

Umweltrobustheit

  • Dichtkonzepte/IP, Beschichtungen, Heizung/Klimatisierung, UV‑beständige Materialien; bei Außenportalen Windalarme und Schienenklemmen.

Instandhaltbarkeit

  • Zugänglichkeit (Wartungsbühnen, Geländer), Anschlagpunkte, sichere Aufstellorte für Leiter/Gerüst; LOTO‑Vorrichtungen; klare Kennzeichnung (QR/RFID).

  • Dokumentations- und Diagnosetiefe (Schaltpläne, Parameterlisten, Fehlercodes) als Vertragsbestandteil.

Geometrie, Integration und Betriebsgrenzen

  • Annäherungsmaße und Bauraum

  • Minimierung der toten Räume (seitlich/oben) durch passende Hubwerks-/Katzkonstruktion; wichtig für niedrige Hallen.

  • Hakenwegs- und C‑Maß‑Optimierung zur maximalen Nutzbarkeit des Raums; Kollisionsmatrizen bei Mehrkransystemen.

Laufbahnen und Fundamente

Qualifizierte Montage und Vermessung; Nachweise für Tragfähigkeit und Ermüdung der Kranbahnträger; Schienenauswahl und Befestigungssysteme passend zur Radlast.

Energie-/Dateninfrastruktur

Dimensionierung von Schleifleitungen/Ketten auf Last und Umgebung; Segmentierung für Wartung; EMV-gerechte Kabelführung.

Betriebsgrenzen

Definierte Limits für Wind, Temperatur, Lastpendel, Notbetrieb (Degradationsmodi); Anzeige/Logging im Steuerungssystem.

Spezifikationsbausteine nach Krantypen

Die Bausteine standardisieren Ausschreibungen, vereinheitlichen die Techniklandschaft und erleichtern Betrieb, Prüfung und Modernisierung. Je Krantyp werden Einsatzprofil/Duty Class, Mechanik/Hebezeug, Antriebe/Steuerungen, Sicherheit, Energie-/Datenversorgung, Lastaufnahmemittel (LAM) sowie optionale Pakete beschrieben.

Basismodul (für alle Krantypen)

  • Normativer Rahmen und Nachweise

  • Produkt-/Sicherheitsnormen gemäß Krantyp (u. a. EN 15011, EN 13001, EN 14492-2, EN 13157/13155, EN 60204-32, EN ISO 13849/IEC 62061).

  • CE inkl. Risikobeurteilung (EN ISO 12100), Betriebs-/Wartungsanleitung, Schaltpläne, PL/SIL-Nachweise (relevante Sicherheitsfunktionen), Werks-/Standortabnahmeprotokolle (FAT/SAT), Lastprüfprotokolle.

Asset-Daten und Kennzeichnung

  • Eindeutige Asset-ID, QR-/RFID-Label; Stammdaten: Krantyp, SWL/MRC, Duty Class je Mechanismus, Hubhöhe/Spannweite/Ausladung, C-Maß, Baujahr, Hersteller, Seriennummern (Kran, Hubwerk, FU).

  • Umgebungsparameter (ATEX/Reinraum/ISO 12944), Energie/Daten, Sicherheitsfunktionen (PLr/SILr), Prüfintervalle.

Antriebe/Steuerung (Grundlage)

  • Frequenzumrichter (FU) für Hub/Fahrt mit S‑Kurvenprofilen; Not-Halt-Funktion in Sicherheitsarchitektur integriert.

  • Bedienung: Funkfernsteuerung (Stop-Kategorie und Sicherheitslevel gemäß Konzept), optional Pendeltaster.

  • Diagnose/Logging: Betriebsstunden/Zyklen je Mechanismus, Temperatur-Monitoring Antriebe, Fehler-/Ereignisspeicher.

Sicherheit

  • Endlagen Hub/Fahrt (Arbeits- und Sicherheitsendlagen), Überlast-/Lastmomentbegrenzung, Schlaffseilschutz (Seilhubwerke), Not-Halt, Kollisionsschutz (Mehrkrananlagen).

  • Validierte Sicherheitsfunktionen mit dokumentiertem PL/SIL; Zonenbegrenzungen/virtuelle Endlagen.

Energie-/Datenversorgung

  • Schleifleitungen/Energieketten/Kabelwagen dimensioniert auf Strom, Biegeradien, Umgebung; Potentialausgleich/Blitzschutz nach Bedarf.

  • OT-Schnittstellen: Profinet/Ethernet/IP oder gleichwertig; optional OPC UA-Gateway für CAFM/CMMS/SCADA.

Instandhaltung und Prüfungen

  • Wartungszugänglichkeit (Wartungsbühnen, Geländer, Anschlagpunkte), LOTO-Vorrichtungen.

  • Prüf- und Wartungsplan inkl. ISO 4309 (Drahtseil), Ketten-/Hakenprüfung, Bremsen-Check; digitale Prüf-Checklisten.

Brücken- und Laufkrane (Ein-/Zweiträger)

  • Einsatzprofil und Duty Class
    Typische Nutzung: Materialumschlag, Fertigung, Montage; 1Am–3m (M4–M6), Prozesskrane bis 4m (M7/M8).

  • Empfehlung: bei Unsicherheit mindestens 2m (M5) für Hubwerk; getrennte Einstufung Katze/Kranfahrt.

Mechanik/Hebezeug

  • Ein-/Zweiträgerbrücke, Endwagen mit Direktantrieben; Laufkatze mit Seilhubwerk.

  • Flaschenzug/Strangzahl zur Minimierung Hakenwanderung und Biegewechsel; Trommel/Seilführung gemäß EN 14492-2.

Antriebe/Steuerung

  • FU für Hub/Katze/Kranfahrt; Mehrgeschwindigkeitsprofile (Grob-/Feinhub), Synchronisation bei Tandem-/Doppelhakenbetrieb.

  • Anti-Sway (algorithmisch/FU-basiert) für präzise Positionierung und reduzierte Strukturbeanspruchung.

Sicherheit

  • Doppelendschalter Hub oben, redundante Wegerfassung bei Automatik; Überlastbegrenzer mit Lastanzeige.

  • Kollisionsschutz bei Mehrkransystemen (laser-/radarbasiert); Zonen- und Höhenbegrenzung.

Energie/Daten

  • Stromzuführung über geschlossene Schleifleitung; Funkfernsteuerung mit konfigurierbaren Freigabezonen.

  • Zähler: Lastkollektivaufzeichnung (Load Spectrum Recorder), Zyklen je Mechanismus.

Optionen

  • Tandemsteuerung zweier Krane mit Master/Slave und Sicherheitslogik.

  • Kameras/Positioniersysteme (Laser/RTLS), Kranwaage (legal-for-trade optional).

  • Condition-Monitoring-Paket (Getriebe-/Lager-Schwingung, Motortemperatur, Bremsenverschleiß).

Lastaufnahmemittel

  • Standardhakenblock; optional Traversen, Magnete, Vakuumheber; Interlocks (Vakuum-/Magnetüberwachung).

Nachweise/Abnahme

  • Statische/dynamische Lastproben; Radlastnachweis; Funktions-/Sicherheitsvalidierung; Kranbahnvermessung.

Portalkrane und Halbportale (Innen/Außen)

  • Einsatzprofil und Duty Class
    Innen-/Außenumschlag, Werkslogistik; häufig M5; Außenanlagen mit erhöhten Umweltlasten.

Mechanik/Hebezeug

  • Portalrahmen mit Spurkranzrädern; Hubwerk als Seilwinde mit Laufkatze.

  • Sturmverriegelungen, Puffer/Endanschläge mit erhöhter Energieaufnahme.

Antriebe/Steuerung

  • FU für alle Achsen; Windabhängige Fahrprofile; automatische Spurkorrektur (Schräglaufüberwachung).

Sicherheit

  • Anemometer und Windalarme; Schienenklemmen/Schwellenbremsen; Entgleisungssicherungen.

  • Kollisionserkennung (Endanschläge/Objekterkennung).

Energie/Daten

  • Außen geeignete Schleifleitungen/Kabel; beheizte Schaltschränke; IP65/66.

  • Datenfunk mit robustem Frequenzmanagement; optional redundante Kommunikation.

LAM

  • Haken, Traversen, Greifer; bei Schüttgut ggf. Seil-/Mehrschalengreifer mit separater Steuerung.

Optionen

  • Korrosionsschutzpaket ISO 12944 C4–CX (Duplex); beheizte Antriebe; UV-resistente Leitungen.

  • GPS-/RTK-Positionierung auf großem Werksareal; Zonenmanagement.

Nachweise/Abnahme

  • Windlastnachweis; Fahrwerks-/Radlastberechnung; SAT inkl. Sturmverriegelungsprüfung.

Hängekrane, Einschienenbahnen und Leichtkransysteme

  • Einsatzprofil und Duty Class
    Montageplätze, Feinmontage, ergonomischer Materialfluss; meist 1Am–2m (M4–M5), hohe Bedienerinteraktion.

Mechanik/Hebezeug

  • Leichtlaufprofile (Stahl/Alu) mit manueller/elektrischer Katze; Elektrokettenzüge bis ~2–5 t, darüber Seilhubwerke in Sonderfällen.

  • Kurven/Radien (Monorail) gemäß Last/Geometrie; Weichen/Weichensteuerung optional.

Antriebe/Steuerung

  • Hub: FU oder Zweigang; Fahrt manuell (schiebend) oder elektrisch mit Soft-Motion.

  • Funkfernsteuerung oder Pendeltaster; bei Monorail mit Logik für Weichen-/Stoppstellen.

Sicherheit

  • Endlagen in Fahrstrecke, Überlast; Absturzsicherung an Hängekonstruktion; Fangvorrichtungen optional.

Energie/Daten

  • Mitlaufende Energieketten/Kabelwagen; Versorgungspunkte; ESD-Anforderungen in Elektronikfertigung.

LAM

  • Haken, Vakuumheber, Kleintraversen; Fokus auf ergonomische Handhabung.

Optionen

  • Reinraumpaket (abgekapselte Antriebe, partikulararme Oberflächen); ESD-Paket.

  • Assistenzsysteme (Anti-Sway light), Lastanzeige.

Nachweise/Abnahme

  • Tragfähigkeit der Aufhängestruktur (Decken-/Stützkonstruktion); Montagedokumentation.

Säulen- und Wanddrehkrane

  • Einsatzprofil und Duty Class
    Arbeitsplatznahe Handhabung; 1Bm–2m (M3–M5); Ausladung 2–10 m, Traglast 125 kg–10 t typisch.

Mechanik/Hebezeug

  • Säule mit Fußplatte/Dübelkorb oder Wandanbindung; Ausleger (I-/Kastenprofil) mit Laufkatze; Hubwerk meist Elektrokettenzug bis 5 t, darüber Seilhubwerk.

  • Schwenklager mit wartungsarmen Gleit-/Wälzlagern; mechanischer Schwenkanschlag und Drehsperre.

Antriebe/Steuerung

  • Schwenken manuell oder elektrisch (FU); Hub/Fahrt je nach Last elektrisch, Feinhubfunktion empfohlen.

Sicherheit

  • Endlagen am Schwenk (mechanisch/elektrisch), Überlastbegrenzung; Bodenverankerungsnachweis; Kollisionsschutz zu Nachbaranlagen.

Energie/Daten

  • Energiekette entlang Ausleger; Schleifringe für elektrisches Schwenken.

LAM

  • Haken, Kleintraversen, Greifer; häufiges Wechseln → Schnellwechsel-Aufhängungen.

Optionen

  • 360°-Schwenken mit Schleifring, Zonenbegrenzung, weiche Schwenkprofile; Reinraum/Hygieneausführung.

Nachweise/Abnahme

  • Fundamentstatik/Verankerung, Wandbefestigungsnachweis; Abnahme der Schwenk-/Endlagenfunktionen.

Kleinkrane und Elektrokettenzüge (stationär/fahrbar)

  • Einsatzprofil und Duty Class
    Werkstatt, Wartung, Intralogistik; 1Bm–2m (M3–M5) in der Regel; Traglast 125 kg–5 t (selten höher).

Mechanik/Hebezeug

  • Elektrokettenzug mit Aufhängeöse, Haken oder Katzfahrwerk (manuell/elektrisch); Kettenbehälter, Lasthaken mit Sicherung.

  • Kettenqualität nach EN 818; Kettenrad mit verschleißoptimierter Geometrie.

Antriebe/Steuerung

  • Zweigang oder FU-Feinhub; Endabschaltungen Hub; Sanftanlauf bei elektrischer Fahrt.

Sicherheit

  • Rutschkupplung/Überlastschutz, Schlaffkettenüberwachung, Not-Halt; Haken- und Kettenprüfung im Wartungsplan.

Energie/Daten

  • Netzsteckverbindungen (industriell), einfache Integration ins CAFM via QR/RFID und Prüf-App.

LAM

  • Standardhaken, Vakuumheber klein, Greifer; klare Tragfähigkeitskennzeichnung je Anschlagart.

Optionen

  • Edelstahl-/Hygieneausführung, ATEX-Variante (Zone 1/2/21/22), Funk-Upgrade.

Nachweise/Abnahme

  • Herstellerzertifikate, Inbetriebnahmeprüfung, jährliche befähigte Prüfung mit dokumentierten Ablegekriterien.

Funktions- und Optionspakete (kranübergreifend)

  • Performance-Paket (M6+)
    Hochwertige Lager/Antriebe, Schwerlast-Seile/Ketten, erweiterte Kühlung, Duty-Class-Reserven (+1 Klasse).

Digital-/CM-Paket

  • Sensorik (Zyklen, Last, Temperatur, Schwingung), Gateway (OPC UA/MQTT), Dashboard/Alarmierung; Lastkollektiv-Speicherung für Lebensdauerberechnung.

Sicherheits-/Assistenzpaket

  • Anti-Sway, Zonen-/Kollisionsüberwachung, Soft-Limits, Tandemführung, sichere Geschwindigkeitsüberwachung.

ATEX-Paket

  • Gerätekategorie 2G/2D oder 3G/3D je Zonierung; Ex-Motoren/Schaltschränke, Erdung, Temperaturklassen; Ex-Funksteuerung.

Reinraum-/Hygienepaket

  • Partikulararme Werkstoffe/Oberflächen, lüfterlose Motoren, Kapselungen, FDA-/NSF-Schmierstoffe.

Außen-/Korrosionsschutzpaket

  • ISO 12944 C4–CX, Duplex (Feuerzink + Beschichtung), IP65/66, beheizte Schaltschränke, UV-beständige Leitungen.

Service-/SLA-Paket

  • Ersatzteilkit (kritische Komponenten), garantierte Reaktions-/Behebungszeiten, definierte KPIs (Verfügbarkeit, MTTR/MTBF), periodische Performance-Reviews.

Konfigurationsleitfaden für Lastenhefte

  • Prozess und Nutzung
    Aufgabenprofil, Lastbereich, Takt/Schichten, Positionieranforderungen, Tandem-/Synchronbetrieb.

Geometrie

  • Hubhöhe, C-Maß-Ziel, Spannweite/Ausladung, Annäherungsmaße, Kollisionen/Koexistenz mit anderen Kranen.

Duty Class

  • H/Q-Ermittlung, Mechanismengruppen je Achse; konservative Einstufung bei Datenungewissheit.

Umgebung

  • Temperatur/Feuchte, Staub/Chemie, Innen/Außen, ATEX/Reinraum, ISO 12944-Kategorie.

Technik

  • Hubwerkstyp (Seil/Kette), Strangzahl, Geschwindigkeiten, FU/Anti-Sway, Bedieneinrichtungen, LAM-Typen.

Sicherheit

  • Erforderliche PL/SIL je Sicherheitsfunktion, Zonen-/Kollisionsschutz, Not-Halt-Kategorie, Interlocks LAM.

Energie/Daten

  • Einspeisung, Schleifleitungen/Ketten, Feldbus/Protokolle, CAFM/CMMS-Anbindung, Datenerfassung (Zyklen/Last).

Nachweise/Abnahme

  • FAT/SAT-Inhalte, Lastproben (statisch/dynamisch), Dokumentationspaket, Prüf-Apps/Checklisten.

Betrieb/Service

  • Wartungszugänge/LOTO, Ersatzteil- und Seil-/Kettenstrategie, Schulung, SLA/KPIs.