Krananlagen: Bedarfsanalyse & Spezifikation
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- Organisationsumfang
- Kranartenumfang
- Lastmittelumfang
- Subsystem-Überblick
- Konstruktionsprinzipien
- Sicherheitsreserven Technik
- Robuste Anlagenverfügbarkeit
- Geometrische Systemgrenzen
- Krantyp-Spezifikation
- Laufkran-Standards
- Portalkran-Standards
- Hängekran-Transportmodule
- Säulendrehkran-Systeme
- Kleinkran- und Kettenzugtechnik
- Funktionspaket-Module
- Lastenheft-Konfiguration
Die Bedarfsanalyse adressiert alle FM-Lebenszyklusphasen:
Bedarfsfeststellung und Anforderungsmanagement (Lastenheft, Spezifikationsbausteine, Duty Class/DIN EN 13001-FEM, Umweltbedingungen).
Planung und Beschaffung (Lieferantenauswahl, Schnittstellenmanagement Bau/Technik/IT, Vertrags-/SLA-Gestaltung).
Inbetriebnahme und Abnahme (Dokumentenprüfung, Lastproben, Funktions- und Sicherheitsabnahmen, Integration in CAFM/CMMS).
Betrieb und Instandhaltung (Gefährdungsbeurteilung, LOTO, wiederkehrende Prüfungen, Ersatzteil-/Seilmanagement, Zustandsüberwachung).
Änderungen und Modernisierung (Retrofit, Sicherheitsupgrades, Software-/Antriebsmodernisierung).
Außerbetriebnahme und Entsorgung (Risikobewertung, Dokumentationsabschluss).
Rollen und Verantwortlichkeiten (Betreiber, Befähigte Personen, EHS, Instandhaltung, Einkauf, IT/OT, Bau/Statik, externe Fachfirmen) werden in einem RACI-Modell betrachtet. Die Analyse umfasst stationäre und innerbetriebliche, ortsveränderliche Krananlagen im Eigentum bzw. in der Betreiberverantwortung der FM-Organisation.
Folgende Krantypen sind eingeschlossen, jeweils inkl. ihrer Antriebs-, Steuerungs- und Sicherheitseinrichtungen:
Brücken- und Laufkrane (Ein- und Zweiträger; Unter- und Oberflanschlauf; Laufkatzen), einschl. Krane nach EN 15011.
Portalkrane und Halbportale für Hallen/Innenhöfe, mit/ohne Kranbahnfundamente.
Hängekrane, Einschienenbahnen und Leichtkransysteme (z. B. KBK), manuell oder elektrisch verfahrbar.
Säulen- und Wanddrehkrane (manuell/elektrisch geschwenkt), auch mit Auslegerfahrwerk.
Kleinkrane, Elektrokettenzüge und Elektro-/Seilzüge, stationär oder fahrbar, inkl. Handhebezeuge nach EN 13157 und elektrisch betriebene Hebezeuge nach EN 14492-2.
Krananlagen in speziellen Umgebungen (ATEX-Zonen, Reinraum), sofern sie den industriellen Standardanwendungen im FM zuordenbar sind.
Einbezogen sind feste und abnehmbare Lastaufnahmemittel sowie Anschlagmittel, soweit sie im FM-Betrieb eingesetzt und geprüft werden:
Hakenblöcke, Mehrfachhaken, Lasthaken mit Sicherheitsverriegelung.
Traversen/Spreader, C-Haken, Coil- und Bundgreifer, Zangen, Scheren- und Plattengreifer.
Lastmagnete (permanent/elektro) und Vakuumheber.
Greifer (z. B. Schüttgut) soweit in innerbetrieblichen Anwendungen üblich.
Anschlagmittel: Kettengehänge (EN 818/EN 1677), Drahtseile/Seilgehänge (Ausmusterung u. a. nach ISO 4309), Hebebänder/Rundschlingen (EN 1492), Schäkel (EN 13889), Klemmen/Clamps.
Erfasst werden außerdem:
Antriebs- und Steuerungstechnik: Motoren, Getriebe, Frequenzumrichter, Sanftanläufe, Anti-Sway-Funktionen, Überlastbegrenzer, Bremsen.
Sicherheitstechnik: Endschalter, Weg-/Hubbegrenzer, Kollisionsschutz, Not-Halt, Licht-/Laserlinien, Sicherheitssteuerungen (PL/SIL).
Energie- und Datenversorgung: Schleifleitungen, Energieketten, Kabelwagen, Funkfernsteuerungen, Feldbus/Industrial Ethernet.
Kranbahn/Tragstruktur als Schnittstelle: Schienen, Laufkatzenwege, Konsolen/Träger, Puffer, Endanschläge; statische Nachweise und Bauwerksintegration werden koordiniert, aber nicht FM-seitig dimensioniert.
Dokumentation und Daten: CE-/Konformitätsunterlagen, Betriebs-/Wartungsanleitungen, Prüfprotokolle, Asset-Stammdaten, QR-/RFID-Label, Integration in CAFM/CMMS und IoT/SCADA.
Auslegung bedeutet das abgestimmte Zusammenwirken aus Struktur, Mechanik, Antrieben/Steuerung, Sicherheit und Schnittstellen. Wesentliche Prinzipien:
Strukturmechanik und Kranbahn
Tragstruktur (Ein-/Zweiträger, Portale) auf Grenzzustände Tragfähigkeit und Ermüdung (EN 13001‑3‑x) bemessen; Durchbiegung und Eigenfrequenzen hinsichtlich Schwingungsverhalten berücksichtigen.
Radlasten und Querkräfte (Anfahren, Bremsen, Schräglauf/Verwindung) korrekt an die Kranbahn (DIN 4132, Eurocodes) übergeben; Endanschläge/Puffer definieren.
Toleranzen der Laufbahn (Höhe, Parallelität, Verwindung) prüfen; sie beeinflussen Verschleiß, Energiebedarf und Sicherheit.
Hubwerk und Seil-/Kettentrieb
Wahl des Flaschenzugs (2/1, 4/1, 6/1 …) balanciert Hubkraft, Geschwindigkeit, Hakenwanderung und Seilbiegung; größere Scheiben reduzieren Biegewechsel und Seilverschleiß.
Trommelbemessung, Seilführung und Wickellagen nach Norm; Endlagen- und Überdrehschutz redundant ausführen.
Beim Kettenzug: Kettenqualität, Schmierung, Kettenradverschleiß, Fangvorrichtungen beachten.
Antriebe und Regelung
Frequenzumrichter (FU) für Hub/Fahrt ermöglichen ruckarme Beschleunigungsprofile (S‑Kurven), Lastpendelreduktion und geringe dynamische Lastspitzen.
Motor- und Bremsspezifikation auf Einschaltdauer, Temperatur und Umgebungsbedingungen auslegen; Energieeffizienz durch bedarfsgerechte Regelung.
Dynamik und Lastfaktoren
EN 13001‑2 spezifiziert Lastkombinationen und Dynamikfaktoren für Anfahren, Bremsen, Hubwechsel, Stoß; reduzierte Stöße durch Soft‑Motion, Zonenüberwachung und Bedienerschulung.
Schrägzug vermeiden; ggf. mechanische Führung/Lastaufnahmemittel mit Pendeldämpfung vorsehen.
Sicherheitstechnik und funktionale Sicherheit
Sicherheitsfunktionen (z. B. Endlagen, Überlast, Kollision, Not‑Halt) mit erforderlichem Performance Level/SIL auslegen (EN ISO 13849/IEC 62061); Validierung dokumentieren.
Redundante Abschaltungen an kritischen Punkten (Hubobergrenze, Überdrehzahl); sichere Geschwindigkeits-/Stillstandsüberwachung bei Automatik/Assistenz.
Sicherheitsreserven sind normativ je Komponente geregelt; sie zielen auf ausreichende Tragfähigkeit, Stabilität und funktionale Sicherheit.
Sicherheitsbeiwerte
Drahtseil/Kette, Haken, Traversen/Greifer besitzen komponentenspezifische Sicherheitsbeiwerte; die schwächste Komponente limitiert die zulässige Arbeitslast.
Struktur und Mechanismen berücksichtigen Sicherheitsbeiwerte für statische/dynamische Einwirkungen und Ermüdung (Stand der Technik gemäß EN 13001, EN 15011, EN 14492‑2, EN 13155).
Nachweise
Konstruktionsnachweise: Festigkeit, Ermüdung, Stabilität, Funktionale Sicherheit (PL/SIL‑Nachweis).
Elektrische Sicherheit: EN 60204‑32 (Schutz gegen elektrischen Schlag, Schutzleiter/PA, Not‑Halt).
ATEX (falls zutreffend): Gerätekategorie, Zündschutzart, Oberflächentemperatur, Dokumentation.
Abnahme und Prüfungen
Vor Inbetriebnahme: Dokumentenprüfung (CE‑Konformität, Risikobeurteilung), Sicht-/Funktionsprüfung, statische/dynamische Lastprobe gemäß Produktnorm.
Wiederkehrend: Prüfungen durch Befähigte Personen in Fristen gemäß Risiko/Nutzung; dokumentierte Mängelbehebung vor Weiterbetrieb bei sicherheitsrelevanten Mängeln.
Anlassbezogen: nach Umbau, Unfall, außergewöhnlichen Ereignissen (z. B. Anprall, Überlast).
Hohe technische Verfügbarkeit ergibt sich aus passender Auslegung, robusten Komponenten, geordneten Wartungsprozessen und digitaler Transparenz.
Verfügbarkeitsorientierte Auslegung
Auswahl höherer Mechanismengruppen, wenn Nutzung/Umwelt unsicher oder steigend ist; Reserven reduzieren ungeplante Stillstände.
Modularität: standardisierte Hubwerks- und Antriebsbaukästen, schnelle Austauschbarkeit (Steckverbindungen, Schnellwechselkupplungen).
Redundanz an kritischen Punkten (z. B. doppelte Hubbremsen, Doppelendschalter, doppelte Funkempfänger bei hochkritischen Prozessen).
Verschleiß- und Ersatzteilmanagement
Verschleißteile (Seil/Kette, Bremsbeläge, Laufrollen, Schleifleitungsbürsten, Puffer) mit planbaren Lebensdauerprognosen; Ersatzteilbevorratung nach Kritikalität.
Drahtseilmanagement nach ISO 4309: definierte Inspektionsintervalle, Ablegekriterien, dokumentierte Seilgeschichten.
Condition Monitoring und Zustandsbewertung
Sensorik für Last, Zyklen, Temperatur, Motorstrom, Laufzeit; Schwingungsdiagnose an Getrieben/Lagern; Seilzustandsüberwachung.
Nutzungsspeicher (Load Spectrum Recording) zur realen Duty‑Class‑Bestimmung im Betrieb; Grundlage für risikobasierte Wartung und Lebensdauerprognosen.
Bedien- und Fehlbedienungsschutz
Anti‑Sway, Zonenbegrenzung, Kollisionserkennung, Soft‑Grenzen; bedienerfreundliche HMIs/Funkfernsteuerungen.
Interlocks an Lastaufnahmemitteln (z. B. Vakuum-Überwachung, Magnetstromüberwachung) mit sicheren Reaktionen.
Geometrie, Integration und Betriebsgrenzen
Annäherungsmaße und Bauraum
Minimierung der toten Räume (seitlich/oben) durch passende Hubwerks-/Katzkonstruktion; wichtig für niedrige Hallen.
Hakenwegs- und C‑Maß‑Optimierung zur maximalen Nutzbarkeit des Raums; Kollisionsmatrizen bei Mehrkransystemen.
Laufbahnen und Fundamente
Qualifizierte Montage und Vermessung; Nachweise für Tragfähigkeit und Ermüdung der Kranbahnträger; Schienenauswahl und Befestigungssysteme passend zur Radlast.
Spezifikationsbausteine nach Krantypen
Die Bausteine standardisieren Ausschreibungen, vereinheitlichen die Techniklandschaft und erleichtern Betrieb, Prüfung und Modernisierung. Je Krantyp werden Einsatzprofil/Duty Class, Mechanik/Hebezeug, Antriebe/Steuerungen, Sicherheit, Energie-/Datenversorgung, Lastaufnahmemittel (LAM) sowie optionale Pakete beschrieben.
Basismodul (für alle Krantypen)
Normativer Rahmen und Nachweise
Produkt-/Sicherheitsnormen gemäß Krantyp (u. a. EN 15011, EN 13001, EN 14492-2, EN 13157/13155, EN 60204-32, EN ISO 13849/IEC 62061).
CE inkl. Risikobeurteilung (EN ISO 12100), Betriebs-/Wartungsanleitung, Schaltpläne, PL/SIL-Nachweise (relevante Sicherheitsfunktionen), Werks-/Standortabnahmeprotokolle (FAT/SAT), Lastprüfprotokolle.
Asset-Daten und Kennzeichnung
Eindeutige Asset-ID, QR-/RFID-Label; Stammdaten: Krantyp, SWL/MRC, Duty Class je Mechanismus, Hubhöhe/Spannweite/Ausladung, C-Maß, Baujahr, Hersteller, Seriennummern (Kran, Hubwerk, FU).
Umgebungsparameter (ATEX/Reinraum/ISO 12944), Energie/Daten, Sicherheitsfunktionen (PLr/SILr), Prüfintervalle.
Antriebe/Steuerung (Grundlage)
Frequenzumrichter (FU) für Hub/Fahrt mit S‑Kurvenprofilen; Not-Halt-Funktion in Sicherheitsarchitektur integriert.
Bedienung: Funkfernsteuerung (Stop-Kategorie und Sicherheitslevel gemäß Konzept), optional Pendeltaster.
Diagnose/Logging: Betriebsstunden/Zyklen je Mechanismus, Temperatur-Monitoring Antriebe, Fehler-/Ereignisspeicher.
Sicherheit
Endlagen Hub/Fahrt (Arbeits- und Sicherheitsendlagen), Überlast-/Lastmomentbegrenzung, Schlaffseilschutz (Seilhubwerke), Not-Halt, Kollisionsschutz (Mehrkrananlagen).
Validierte Sicherheitsfunktionen mit dokumentiertem PL/SIL; Zonenbegrenzungen/virtuelle Endlagen.
Brücken- und Laufkrane (Ein-/Zweiträger)
Einsatzprofil und Duty Class
Typische Nutzung: Materialumschlag, Fertigung, Montage; 1Am–3m (M4–M6), Prozesskrane bis 4m (M7/M8).Empfehlung: bei Unsicherheit mindestens 2m (M5) für Hubwerk; getrennte Einstufung Katze/Kranfahrt.
Mechanik/Hebezeug
Ein-/Zweiträgerbrücke, Endwagen mit Direktantrieben; Laufkatze mit Seilhubwerk.
Flaschenzug/Strangzahl zur Minimierung Hakenwanderung und Biegewechsel; Trommel/Seilführung gemäß EN 14492-2.
Antriebe/Steuerung
FU für Hub/Katze/Kranfahrt; Mehrgeschwindigkeitsprofile (Grob-/Feinhub), Synchronisation bei Tandem-/Doppelhakenbetrieb.
Anti-Sway (algorithmisch/FU-basiert) für präzise Positionierung und reduzierte Strukturbeanspruchung.
Sicherheit
Doppelendschalter Hub oben, redundante Wegerfassung bei Automatik; Überlastbegrenzer mit Lastanzeige.
Kollisionsschutz bei Mehrkransystemen (laser-/radarbasiert); Zonen- und Höhenbegrenzung.
Energie/Daten
Stromzuführung über geschlossene Schleifleitung; Funkfernsteuerung mit konfigurierbaren Freigabezonen.
Zähler: Lastkollektivaufzeichnung (Load Spectrum Recorder), Zyklen je Mechanismus.
Optionen
Tandemsteuerung zweier Krane mit Master/Slave und Sicherheitslogik.
Kameras/Positioniersysteme (Laser/RTLS), Kranwaage (legal-for-trade optional).
Condition-Monitoring-Paket (Getriebe-/Lager-Schwingung, Motortemperatur, Bremsenverschleiß).
Portalkrane und Halbportale (Innen/Außen)
Einsatzprofil und Duty Class
Innen-/Außenumschlag, Werkslogistik; häufig M5; Außenanlagen mit erhöhten Umweltlasten.
Mechanik/Hebezeug
Portalrahmen mit Spurkranzrädern; Hubwerk als Seilwinde mit Laufkatze.
Sturmverriegelungen, Puffer/Endanschläge mit erhöhter Energieaufnahme.
Antriebe/Steuerung
FU für alle Achsen; Windabhängige Fahrprofile; automatische Spurkorrektur (Schräglaufüberwachung).
Sicherheit
Anemometer und Windalarme; Schienenklemmen/Schwellenbremsen; Entgleisungssicherungen.
Kollisionserkennung (Endanschläge/Objekterkennung).
Energie/Daten
Außen geeignete Schleifleitungen/Kabel; beheizte Schaltschränke; IP65/66.
Datenfunk mit robustem Frequenzmanagement; optional redundante Kommunikation.
Hängekrane, Einschienenbahnen und Leichtkransysteme
Einsatzprofil und Duty Class
Montageplätze, Feinmontage, ergonomischer Materialfluss; meist 1Am–2m (M4–M5), hohe Bedienerinteraktion.
Mechanik/Hebezeug
Leichtlaufprofile (Stahl/Alu) mit manueller/elektrischer Katze; Elektrokettenzüge bis ~2–5 t, darüber Seilhubwerke in Sonderfällen.
Kurven/Radien (Monorail) gemäß Last/Geometrie; Weichen/Weichensteuerung optional.
Antriebe/Steuerung
Hub: FU oder Zweigang; Fahrt manuell (schiebend) oder elektrisch mit Soft-Motion.
Funkfernsteuerung oder Pendeltaster; bei Monorail mit Logik für Weichen-/Stoppstellen.
Sicherheit
Endlagen in Fahrstrecke, Überlast; Absturzsicherung an Hängekonstruktion; Fangvorrichtungen optional.
Energie/Daten
Mitlaufende Energieketten/Kabelwagen; Versorgungspunkte; ESD-Anforderungen in Elektronikfertigung.
Säulen- und Wanddrehkrane
Einsatzprofil und Duty Class
Arbeitsplatznahe Handhabung; 1Bm–2m (M3–M5); Ausladung 2–10 m, Traglast 125 kg–10 t typisch.
Mechanik/Hebezeug
Säule mit Fußplatte/Dübelkorb oder Wandanbindung; Ausleger (I-/Kastenprofil) mit Laufkatze; Hubwerk meist Elektrokettenzug bis 5 t, darüber Seilhubwerk.
Schwenklager mit wartungsarmen Gleit-/Wälzlagern; mechanischer Schwenkanschlag und Drehsperre.
Antriebe/Steuerung
Schwenken manuell oder elektrisch (FU); Hub/Fahrt je nach Last elektrisch, Feinhubfunktion empfohlen.
Sicherheit
Endlagen am Schwenk (mechanisch/elektrisch), Überlastbegrenzung; Bodenverankerungsnachweis; Kollisionsschutz zu Nachbaranlagen.
Kleinkrane und Elektrokettenzüge (stationär/fahrbar)
Einsatzprofil und Duty Class
Werkstatt, Wartung, Intralogistik; 1Bm–2m (M3–M5) in der Regel; Traglast 125 kg–5 t (selten höher).
Mechanik/Hebezeug
Elektrokettenzug mit Aufhängeöse, Haken oder Katzfahrwerk (manuell/elektrisch); Kettenbehälter, Lasthaken mit Sicherung.
Kettenqualität nach EN 818; Kettenrad mit verschleißoptimierter Geometrie.
Antriebe/Steuerung
Zweigang oder FU-Feinhub; Endabschaltungen Hub; Sanftanlauf bei elektrischer Fahrt.
Sicherheit
Rutschkupplung/Überlastschutz, Schlaffkettenüberwachung, Not-Halt; Haken- und Kettenprüfung im Wartungsplan.
Funktions- und Optionspakete (kranübergreifend)
Performance-Paket (M6+)
Hochwertige Lager/Antriebe, Schwerlast-Seile/Ketten, erweiterte Kühlung, Duty-Class-Reserven (+1 Klasse).
Digital-/CM-Paket
Sensorik (Zyklen, Last, Temperatur, Schwingung), Gateway (OPC UA/MQTT), Dashboard/Alarmierung; Lastkollektiv-Speicherung für Lebensdauerberechnung.
Sicherheits-/Assistenzpaket
Anti-Sway, Zonen-/Kollisionsüberwachung, Soft-Limits, Tandemführung, sichere Geschwindigkeitsüberwachung.
ATEX-Paket
Gerätekategorie 2G/2D oder 3G/3D je Zonierung; Ex-Motoren/Schaltschränke, Erdung, Temperaturklassen; Ex-Funksteuerung.
Reinraum-/Hygienepaket
Partikulararme Werkstoffe/Oberflächen, lüfterlose Motoren, Kapselungen, FDA-/NSF-Schmierstoffe.
Konfigurationsleitfaden für Lastenhefte
Prozess und Nutzung
Aufgabenprofil, Lastbereich, Takt/Schichten, Positionieranforderungen, Tandem-/Synchronbetrieb.
Geometrie
Hubhöhe, C-Maß-Ziel, Spannweite/Ausladung, Annäherungsmaße, Kollisionen/Koexistenz mit anderen Kranen.
Duty Class
H/Q-Ermittlung, Mechanismengruppen je Achse; konservative Einstufung bei Datenungewissheit.
Technik
Hubwerkstyp (Seil/Kette), Strangzahl, Geschwindigkeiten, FU/Anti-Sway, Bedieneinrichtungen, LAM-Typen.
Sicherheit
Erforderliche PL/SIL je Sicherheitsfunktion, Zonen-/Kollisionsschutz, Not-Halt-Kategorie, Interlocks LAM.
Energie/Daten
Einspeisung, Schleifleitungen/Ketten, Feldbus/Protokolle, CAFM/CMMS-Anbindung, Datenerfassung (Zyklen/Last).
