Krananlagen: Asset‑Management‑Strategie
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Asset-Management-Strategie und Asset Policy
Diese Asset-Management-Strategie legt die grundlegenden Prinzipien, Entscheidungsregeln und Governance-Mechanismen zur lebenszyklusorientierten Steuerung physischer Assets fest. Sie richtet sich an alle Bereiche, die Planung, Beschaffung, Betrieb, Instandhaltung, Modernisierung und Außerbetriebnahme betreffen. Die Asset Policy ist integraler Bestandteil des integrierten Managementsystems und ist auf die Unternehmensstrategie ausgerichtet. Sie erfüllt die Anforderungen der ISO 55001 hinsichtlich Führung, Kontext, Risikomanagement, Kompetenz, Information, Leistungsevaluation und kontinuierlicher Verbesserung. Die Umsetzung erfolgt über einen Strategic Asset Management Plan (SAMP), der Ziele, Programme, Budgets und Verantwortlichkeiten verbindlich macht.
Strategische Ansätze im Krananlagen-Asset-Management
- Leitlinien
- Reparatur oder Erneuerung
- Risikobasierte Kriterien
- Strategische Lieferantensteuerung
- Anforderungen
- Zielsystem und KPIs
- Lebenszyklus-Prozesslandkarte
- Rollen-Schnittstellen
- Übergabe-Meilensteine
- Hauptdokumente
- Asset-Identifikation
Nachhaltigkeit und Lebenszyklusorientierung
Lebenszyklusoptimierung: Entscheidungen basieren auf Total Cost of Ownership (TCO) und Life Cycle Costing (LCC) einschließlich Investition, Betrieb, Instandhaltung, Energie, Emissionen, Verfügbarkeit, Restwert und Entsorgung.
Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft: Priorisierung energieeffizienter, reparierbarer, modularer und recyclingfähiger Assets; Reduktion von Scope-1/2-Emissionen und Berücksichtigung relevanter Scope-3-Effekte (z. B. Beschaffung von Ersatzteilen).
Ressourcen- und Materialeffizienz: Einsatz von Zustandsüberwachung zur Verlängerung der Nutzungsdauer; bevorzugt Remanufacturing und Wiederverwendung. Material- und Medienverluste sind zu messen und systematisch zu reduzieren.
Konformität mit ISO 14001 und ISO 50001 zur Umwelt- und Energieperformance; Abstimmung mit EU-Taxonomie-Kriterien, sofern relevant.
Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit
Wertstromorientierung: Zielgrößen werden aus Produktions- und Serviceanforderungen abgeleitet (z. B. OEE, Liefertreue, Kapazitätsflexibilität).
Zuverlässigkeitsmanagement: Anwendung von RCM/RCM2, FMECA, zustands- und risikobasierter Instandhaltung; Nutzung von Predictive-Analytics zur Verfügbarkeitssicherung kritischer Assets.
Redundanz- und Engpassmanagement: Identifikation von Single-Point-of-Failure, Ableitung von Redundanz- oder Pufferstrategien.
Datengetriebene Steuerung: Digitale Zwillinge und Asset-Informationsmodelle (AIM) als Grundlage für Entscheidungen und Wissenssicherung.
Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Cybersecurity
Null-Schaden-Prinzip: Priorität für Arbeitssicherheit und Anlagensicherheit; ALARP-Prinzip zur Risikoreduktion.
Functional Safety: Anwendung von IEC 61508/61511; Ermittlung und Einhaltung von SIL-Anforderungen.
Cyber-physische Sicherheit: Umsetzung IEC 62443 und ISO/IEC 27001 an OT/IT-Schnittstellen; Defense-in-depth, Härtung, Patch-Management und Incident-Response.
Rechtliche HSE-Konformität: Einhaltung BetrSichV, ProdSG, Maschinenrecht, Druckgeräte-, ATEX- und Immissionsschutzvorgaben.
Ökonomische Bewertung
LCC/TCO: Vergleich von Restlebensdauerkosten einer Reparatur mit Barwerten von Ersatz/Modernisierung (Diskontierung gemäß WACC; Sensitivität und Monte-Carlo-Simulation zur Unsicherheitsbehandlung).
Downtime-Kosten: Monetarisierung von Ausfallzeit (Vertragsstrafen, entgangene Deckungsbeiträge) als zentraler Parameter; MTBF/MTTR-Entwicklung berücksichtigen.
Opex/Capex-Trade-offs: Bewertung energieseitiger Einsparungen, Wartungsintensität und Ersatzteilverfügbarkeit im Lebenszyklus.
Schwellenwerte: Ersatz/Modernisierung, wenn der Kapitalwert positiv und der Payback < definierter Grenzwerte ist, oder wenn TCO-Reduktion ≥ definiertem Prozentsatz (z. B. 10–15 %) gegenüber Reparatur liegt.
Technologische und regulatorische Erwägungen
Obsoleszenz: End-of-Support, fehlende Ersatzteile, proprietäre Abhängigkeiten und Cyberrisiken führen bevorzugt zur Modernisierung.
Leistungs- und Compliance-Lücken: Ersetzen, wenn regulatorische Anforderungen ohne unverhältnismäßige Maßnahmen nicht erfüllbar sind oder wenn Kapazitäts- bzw. Qualitätsziele dauerhaft verfehlt werden.
Integrationsfähigkeit: Modularisierungs- und Schnittstellenfähigkeit (OT/IT, Daten, Automatisierung) als Kriterium; Kompatibilität mit zukünftigen Technologie-Roadmaps.
Nachhaltigkeits- und Kreislaufkriterien
CO2e-Grenzwerte: Ersatz, wenn signifikante Emissionsreduktionen den ESG-Zielfahrtplan stützen und die Emissionsschattenpreise den Business Case tragen.
Materialkreislauf: Entscheidung zugunsten remanufacturebarer oder recyclingfähiger Optionen; Bewertung der Umweltwirkung mittels LCA.
Entscheidungsprozess
Entscheidungslogik: Stufenmodell mit Vorprüfung (Sicherheit/Compliance), Business-Case-Berechnung, technischer Due Diligence, ESG-Bewertung und Risikoabwägung.
Governance: Stage-Gate mit interdisziplinärem Board (Asset Owner, Engineering, HSE, Finance, IT/OT-Security, Procurement). Dokumentationspflichten und Management of Change (MoC) sind verbindlich.
Scoring-Modell: Gewichtete Kriterienmatrix (z. B. Kosten 30 %, Risiko 30 %, Leistung/Verfügbarkeit 25 %, Nachhaltigkeit 15 %); Schwellen- und Entscheidsicherheit definieren.
Risikopolitik und -appetit
Kategorien: Sicherheit/Gesundheit, Umwelt, Compliance, Verfügbarkeit/Service, Finanzen, Reputation, Cybersecurity, Lieferketten.
Akzeptanzprinzip: Risiken werden akzeptiert, wenn sie nachweislich auf ALARP reduziert sind und innerhalb definierter Grenzwerte liegen; ansonsten sind Minderungsmaßnahmen oder Stillstände umzusetzen.
Eskalation: Überschreitung von Grenzwerten löst verpflichtende Eskalation an das Risikokomitee aus.
Methoden und Grenzwerte
Bewertung: 5x5-Risikomatrix (Eintrittswahrscheinlichkeit vs. Auswirkung) ergänzt durch Bow-Tie, HAZOP/LOPA, FMECA und quantitative Szenarioanalysen (Monte Carlo).
Metriken: Annualized Loss Expectancy, Expected Unserved Energy/Capacity, Safety- und Environmental-Risk-Index, Cyber-Risk-Score.
Grenzwerte: z. B. keine Akzeptanz für katastrophale Personenschäden; Umweltfreisetzungen nur innerhalb genehmigter Limits; Verfügbarkeitsziel pro kritischem Asset ≥ 98 %; single-event-Finanzverlust ≤ definierter Obergrenze.
Kritikalitätsklassifizierung und Wartungsstrategie
Kritikalität: ABC/XYZ-Klassifizierung basierend auf Auswirkungs- und Redundanzanalyse; A-kritische Assets mit präskriptiven und prädiktiven Maßnahmen.
Wartungsstrategie: RCM für A/B-Assets, zustandsorientiert wo Daten verfügbar; opportunistische Wartung an Stillständen; gezielte Ersatzteilbevorratung nach RAMS-Analysen.
Klassifizierung und Bestandsstrategie
Kritische Ersatzteile: Identifikation von SPOF-relevanten Komponenten, Dimensionierung mit Zuverlässigkeitsdaten (Failure Rates, MTBF) und angestrebtem Servicelevel (z. B. 99 % für sicherheitskritisch).
Bestandsplanung: Mehrstufige Lagerkonzepte (Zentral-/Regionallager), risikoadjustierte Mindestbestände, Berücksichtigung von Lieferzeiten, Variabilität und Reparaturzyklen (rotables, Repair Loops).
Stammdaten und Stücklisten: Vollständige und gepflegte E-BOM/MRO-BOM, Eindeutigkeit durch Materialstammdaten, Serienverfolgung, Haltbarkeits- und Konservierungsvorgaben.
Beschaffungs- und Lieferantenmanagement
Qualifizierung: Technische, qualitative und ESG-Due-Diligence; Audits, Prozessfähigkeitsnachweise, Cybersecurity-Anforderungen an OT-nahen Lieferanten.
Sourcing-Strategie: Dual Sourcing für kritische Teile, Langfristverträge, Vendor-Managed Inventory (VMI) und Konsignationslager, Leistungs- und Verfügbarkeitsgarantien (SLAs/OLAs).
Vertragsmodelle: Performance- bzw. outcome-basierte Verträge, Penalty/Bonus-Regelungen, Obsoleszenz- und IP-Klauseln; klare Regelungen für Änderungs- und Ersatzteilpreise (Indexierung).
Obsoleszenz- und Verfügbarkeitsmanagement
Frühwarnsysteme: Monitoring EoL/EoS, technische Roadmaps, Last-Buy-Entscheidungen, Reverse Engineering mit IP- und Compliance-Prüfung.
Alternative Versorgung: Remanufacturing, geprüfte Ersatzteilqualität, On-Demand-Fertigung (z. B. Additive Manufacturing) für geringe Losgrößen.
Reparaturkreisläufe: Definierte Turnaround-Zeiten, Test- und Kalibrierprozesse, Rückverfolgbarkeit von Reparaturhistorien.
Normen und Regularien
ISO 55001 als Referenzrahmen; Verzahnung mit ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), ISO 45001 (Arbeitssicherheit), ISO 50001 (Energie) und ISO 31000 (Risikomanagement).
Rechtliche Vorgaben: BetrSichV, ProdSG, Maschinenrecht (EU-Maschinenverordnung), Druckgeräte-Richtlinie, ATEX, REACH/RoHS, BImSchG/IED, DGUV-Regelwerk, elektrotechnische Normen (z. B. EN 60204-1), IT/OT-Sicherheit (IEC 62443, ISO/IEC 27001).
Nachweisführung: Vollständige technische Dokumentation, CE-/Konformitätsbewertungen, Prüf- und Wartungsnachweise, Änderungsdokumentation (MoC).
Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse
Rolle Asset Owner: Zielvorgaben, Budgethoheit, Risikoakzeptanz im Rahmen der Policy.
Rolle Asset Manager: Lebenszyklusplanung, SAMP-Umsetzung, Leistungs- und Risikoüberwachung.
Unterstützende Funktionen: Engineering, HSE, IT/OT, Einkauf, Finanzen, Recht; klare RACI-Matrizen.
Kernelemente: MoC, Incident-/Abweichungsmanagement, Auditprogramm, Kompetenzmanagement, Lieferantenüberwachung, Notfall- und Wiederanlaufpläne.
Zielsystem und SAMP
Ableitung: Asset-Ziele leiten sich aus Geschäfts- und HSE-Zielen ab; der SAMP operationalisiert sie über Programme, Capex-/Opex-Rahmen und Zeitpläne.
Prinzipien: SMART-Formulierung, eindeutige Verantwortlichkeiten, Ressourcenhinterlegung und risikobasierte Priorisierung.
KPI-Set
Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit: Technische Verfügbarkeit [%], OEE [%], MTBF/MTTR, Anzahl ungeplanter Stillstände, Zeit bis zur Funktionswiederherstellung.
Sicherheit und Umwelt: LTIFR/TRIFR, Anzahl HAZOP-Abweichungen, Sicherheitsintegritätsnachweise, Ereignisse mit Umweltrelevanz, CO2e/Asset und Energieintensität [kWh/Einheit].
Kosten und Wirtschaftlichkeit: TCO/LCC vs. Plan, Instandhaltungskostenquote [% vom Wiederbeschaffungswert], Capex-Planerfüllung, NPV von Modernisierungen, Material- und Energieeinsparungen.
Risiko und Compliance: Anteil Risiken im grünen Bereich, Compliance-Score, Audit-Feststellungen und Abarbeitungszeiten, Cyber-Patch-Compliance.
Supply und Ersatzteile: Servicelevel [%], OTIF (On-Time-In-Full), Bestandsumschlag, Obsoleszenzquote, Reparatur-TAT, VMI-Performance.
Daten und Prozesse: Datenvollständigkeit der Asset-Register, Aktualität der MRO-BOMs, CMMS-/EAM-Nutzungsgrad, Prognosegüte in Predictive-Use-Cases.
Hinweis:
Zielwerte werden jährlich festgelegt und mit dem Risikoappetit, regulatorischen Entwicklungen und Budgetrahmen abgeglichen. Für kritische Assets gelten strengere Zielbänder und engere Eskalationsschwellen.
Review- und Verbesserungsmechanismen
PDCA-Zyklus: Quartalsweise Performance-Reviews, halbjährliche Risiko-Reviews, jährliche Managementbewertung gemäß ISO 55001.
Root-Cause-Analysen und Lessons Learned: Systematische Abarbeitung wiederkehrender Ausfälle; Wissensrückführung in Wartungspläne, Ersatzteilstrategien und Designs (Design for Reliability/Serviceability).
Analytics und Digitalisierung: Nutzung von Condition-Monitoring, Prognosemodellen und Entscheidungsdashboards; Datenqualitätsmanagement als Enabler.
Portfolio-Optimierung: Jährliche Capex-/Opex-Neugewichtung basierend auf Value-at-Risk, TCO und CO2e-Minderung; gezielte Desinvestitionen bei geringer Wertbeitragsdichte.
Der End-to-End-Lebenszyklus folgt einem phasenorientierten Prozess mit klaren Ergebnissen und Entscheidungspunkten:
Ideation & Initiierung → Bedarf, Vision, Scope-Umriss
Analyse & Business Case → Machbarkeit, Nutzen-/Kostenmodell, grobe Roadmap
Konzeption & Architektur → Zielbild, Lösungs- und Datenarchitektur, Sicherheits- und Compliance-Design
Umsetzung & Integration → Entwicklung/Konfiguration, Integration, Testvorbereitung
Verifikation & Validierung → System-, Sicherheits-, Datenschutz- und Abnahmetests
Rollout & Übergabe in den Betrieb → Go-Live, organisatorische Readiness, Schulung
Betrieb & kontinuierliche Verbesserung → Serviceerbringung, Monitoring, Changes
Stilllegung & Archivierung → Geordnete Außerbetriebnahme, Datenarchivierung/-löschung
Rollen- und Governance-Schnittstellen
Auftraggeber/Steering Committee: strategische Entscheidungen, Budgetfreigaben.
Produkt-/Service Owner: fachliche Ziele, Priorisierung, Wertmaximierung.
Projekt-/Programmleitung: Delivery-Verantwortung, Risiko-/Terminmanagement.
Enterprise/Domain-Architektur: Zielbild, Standards, Technical Debt Governance.
Informationssicherheit & Datenschutz (CISO/DPO): Sicherheitskonzept, DPIA/DSFA, Audits.
Qualitätssicherung/Testmanagement: Teststrategie, Abnahmen, Metriken.
Legal & Compliance: Rechtskonformität, Verträge, Lizenzmodelle.
Einkauf/Vendor Management: Ausschreibungen, Lieferantensteuerung.
Betrieb/Service Owner & Change Advisory Board: Betriebsreife, Changes, SLAs/OLAs.
Data Governance: Datenmodelle, Klassifizierung, Retention.
Übergabepunkte (Gates)
G0: Initiierung bestätigt (Problem-/Zieldefinition).
G1: Business Case genehmigt (Budget/Scope).
G2: Design Freeze (Architektur, Sicherheits- und Compliance-Freigaben).
G3: Build-Readiness (Ressourcen, Testdaten, Migrationsplan).
G4: Go/No-Go (Rollout-Freigabe, Betriebsreife).
G5: Operational Acceptance (Betriebsübergabe, SLA aktiv).
G6: Post-Implementation Review (Nutzen-/Qualitätsnachweis).
G7: Stilllegungsfreigabe (Retention/Löschung, Risiken geschlossen).
Hauptdokumente und Nachweise je Phase
Ideation/Analyse: Vision Deck, Stakeholder-Map, Projektauftrag, Risiko-Initialanalyse, Business Case.
Konzeption: Lösungs- und Architekturdesign, Datenmodell, Sicherheitskonzept, DPIA/DSFA, Compliance-Matrix.
Umsetzung: Implementierungsplan, Teststrategie/-pläne, Konfigurations- und Schnittstellen-Spezifikationen, CMDB-Baseline.
Verifikation: Testprotokolle, Defect-Reports, Penetrationstest-/VAPT-Berichte, Abnahmeprotokolle.
Rollout: Migrationsplan, Runbook/Betriebskonzept, Schulungsunterlagen, Service Readiness Checklist, DR-Plan.
Betrieb: SLAs/OLAs, Monitoring-/Alerting-Konzept, Change/Release-Records, Kapazitäts- und Verfügbarkeitsnachweise.
Stilllegung: Stilllegungsplan, Daten-Export/Archivierungskonzept, Löschprotokolle, Verträge/Asset-Abschlussdokumentation, Lessons Learned.
Aufnahme ins Asset-Register und eindeutige Identifikation
Mit der Abnahme erfolgt die formale Aufnahme in das Asset-Register als Basis für Governance, Instandhaltung und Compliance (orientiert an ISO 55000).
Stammdatenumfang:
Eindeutige Asset-ID, Hierarchie/Standort, Kostenstelle, Betreiber.
Hersteller, Typ, Modell, Seriennummer, Baujahr, Software-/Firmwarestände.
Technische Kenndaten, Medienanschlüsse, Sicherheitsrelevanz/Kritikalität.
Dokumentenlinks (CE-Erklärung, Risikobeurteilung, Handbücher, Schaltpläne), Wartungspläne, Ersatzteillisten.
Kaufpreis, Inbetriebnahmedatum, Garantie- und Gewährleistungsfristen, Serviceverträge.
Identifikationssystem:
Physische Kennzeichnung mittels widerstandsfähiger Etiketten (Barcode/QR/DataMatrix) oder RFID; Konsistenz mit ERP/CMMS/IT-CMDB.
Vergabe der Asset-ID nach definiertem Namensschema; Vermeidung von Doppelvergabe; Rückverfolgbarkeit bis auf Baugruppenebene.
Integration in die digitale Infrastruktur (Scanner, mobile Apps), automatisierte Synchronisierung von Standort- und Zustandsdaten.
Qualitätssicherung und Governance:
Vier-Augen-Prinzip bei Ersterfassung; Plausibilitätsprüfungen der Datenqualität.
Verknüpfung mit Wartungsstrategien (zustandsbasiert/zeitbasiert), Kritikalitätsbewertung.
Prozesse für Änderungen, Transfers und Außerbetriebnahme inkl. Datenarchivierung, Umwelt- und Entsorgungsnachweise.
